Thermoplastische Fluorkunststoffe

Die thermoplastisch verarbeitbaren Fluorkunststoffe liegen, im Gegensatz zum PTFE, als Granulat vor. Dies ermöglicht die Verarbeitung des Materials über sogenannte Schneckenextruder. Dadurch ergeben sich 3 wesentliche Vorteile im Hinblick auf die Verarbeitbarkeit des Materials:

  • theoretische endlose Stranglängen durch permanente Granulatzuführung fertigbar
  • Extrudersteuerung voll automatisiserbar
  • Leichteres Recycling des Materials

Die wichtigsten thermoplastischen Fluorkunststoffe sind:

Perfluoralkoxy-Polymere (PFA) ist eine Weiterentwicklung des PTFE. Die chemikalischen Eigenschaften sind weitestgehend mit denen des PTFE vergleichbar, PFA ist aber thermoplastisch verarbeitbar und kann daher leichter in definierten Mengen gefertigt werden. Der Nachteil ist der entsprechend hohe Preis.

FEP (Fluorethylen-Propylen) wurde 1956 entwickelt, um die hervorragenden Eigenschaften von PTFE mit der Vereinfachung der thermoplastischen Verarbeitung zu kombinieren. FEP lässt sich mitteles Schneckenextrusion zu nahezu beliebig langen Profilen formen. FEP ist aufgrund der Durchschlagsfestigkeit ein gutes Isolationsmaterial. Sie sind optisch durchsichtiger als herkömmliches PTFE .

Bei ETFE (Ethylen-Tetrafluorethylen) handelt es sich um ein PTFE-Derivat. Folien dieses Kunststoffes haben ein geringes Eigengewicht und eine hohe Licht- und Ultraviolett-Durchlässigkeit. ETFE ist gegenüber Beta- und Gammastrahlung resistenter als PTFE, insbesondere wenn es Sauerstoff ausgesetzt ist.

PVDF (Polyvinylidenfluorid) verfügt über eine höhere Steifigkeit und Festigkeit als PTFE. Das Gleitverhalten und elektrisches Isolierverhalten sind allerdings etwas schlechter. Der thermische Einsatzbereich von PVDF liegt bei ca. -30 °C und +150 °C und damit deutlich unter dem von PTFE.


Technische Eigenschaften

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